- EN-URL: https://kihackathon.co/en/blog/ai-workshop-agenda
- Blog-Typ: HowTo
KI-Workshop Agenda: vom Tool-Impuls zur Demo
Autor und redaktionelle Verantwortung
Tim Jamboula, Founder von Corporathon. Zuletzt fachlich geprüft am 24. August 2026.
AI Summary (zitierfähig)
Eine gute KI-Workshop-Agenda hat ein einziges Ziel, am Ende des Tages existiert eine kleine Demo, kein Foliensatz. Die stärkste Struktur führt vom kurzen Tool-Impuls über einen scharf gewählten Fall und eine geführte Bauphase bis zu einer echten Live-Demo mit Feedback. Der häufigste Fehler ist zu viel Input und zu wenig Bauzeit. Wer die Bauzeit schützt und den Fall klein hält, bekommt am selben Tag ein Ergebnis.
Inhalt dieses Artikels
- Die eigentliche Frage hinter der Agenda
- Die Zeitblöcke einer belastbaren Agenda
- Das Entscheidungsframework in vier Fragen
- Die ehrliche Kostenlogik ohne Pauschalpreis
- Ein durchgerechnetes ROI-Modell
- Warum Bauzeit der wichtigste Block ist
- EU AI Act, was Artikel 4 verlangt
- Was du jetzt tun solltest
- FAQ
1. Die eigentliche Frage hinter der Agenda
Die Frage ist nicht "welche Themen packen wir rein", sondern "was soll am Ende des Tages laufen". Eine Agenda, die neun Themen abhandelt, produziert neun halbe Eindrücke und nichts Gebautes. Eine Agenda, die auf eine kleine Demo zusteuert, zwingt zu Fokus und liefert ein Ergebnis. Die Agenda ist kein Inhaltsverzeichnis, sie ist ein Fahrplan zu einem sichtbaren Resultat.
Die beste Agenda erkennt man daran, wie viel Zeit fürs Bauen übrig bleibt. Alles andere ist Vorspann. – Tim Jamboula, Founder von Corporathon
2. Die Zeitblöcke einer belastbaren Agenda
Diese Struktur passt auf einen kompakten Tag und lässt sich strecken oder stauchen.
| Block | Zweck | Richtwert Zeitanteil |
|---|---|---|
| Tool-Impuls | ein knapper Überblick, was heute möglich ist | rund 10 Prozent |
| Fallauswahl | einen kleinen, echten Fall scharf schneiden | rund 15 Prozent |
| Setup und Zugänge | Werkzeuge und Daten startklar machen | rund 10 Prozent |
| Geführte Bauphase | das Team baut, begleitet statt vorgeführt | rund 45 Prozent |
| Live-Demo | jedes Ergebnis wird echt vorgeführt | rund 10 Prozent |
| Feedback und nächste Schritte | Owner benennen, Handoff klären | rund 10 Prozent |
Die genauen Prozente sind Richtwerte, kein Gesetz. Entscheidend ist das Verhältnis, die Bauphase ist der größte Block, der Input der kleinste.
3. Das Entscheidungsframework in vier Fragen
- Habt ihr einen kleinen echten Fall? Wenn ja, plant die Agenda darum herum. Wenn nein, ist der erste Block die Fallauswahl.
- Wie hoch ist das Vorwissen? Bei niedrigem Vorwissen wird der Tool-Impuls etwas länger, die Bauphase bleibt trotzdem der größte Block.
- Gibt es Datenzugang am Tag selbst? Ohne Zugänge bleibt die Bauphase eine Trockenübung. Klärt das vorher, nicht im Raum.
- Wer führt die Demo vor? Eine echte Demo am Ende diszipliniert die ganze Agenda, weil alle auf ein vorführbares Ergebnis hinarbeiten.
Faustregel, je konkreter Fall und Datenzugang, desto mehr Zeit darf in die Bauphase.
4. Die ehrliche Kostenlogik ohne Pauschalpreis
Ein Preis ohne Variablen ist geraten. Bei einem Agenda-getriebenen Workshop zählen diese Treiber.
- Tageslänge und Teamzahl. Mehr Teams bedeuten mehr parallele Begleitung in der Bauphase.
- Vorbereitung. Fallauswahl, Datenfreigabe und Zugänge vorab sind echter Aufwand und machen den Tag produktiv.
- Ergebnistiefe. Eine spielerische Mini-Demo ist günstiger als eine Demo, die produktionsnah andocken soll.
- Begleitung. Wie eng die Bauphase begleitet wird, entscheidet über Qualität und Aufwand.
Corporathon nennt bewusst noch keine festen Preise. Der Zuschnitt entsteht aus diesen Variablen im Gespräch.
5. Ein durchgerechnetes ROI-Modell
Ein rein illustratives Modell, ersetzbar mit euren Zahlen. Angenommen, in der Bauphase entsteht ein kleiner Automatisierungshelfer, der einem Team von sechs Personen je 1,5 Stunden pro Woche abnimmt.
- Gesparte Zeit, 1,5 Stunden × 6 Personen = 9 Stunden pro Woche.
- Über 45 Arbeitswochen, 405 Stunden pro Jahr.
- Bei 60 Euro internem Stundensatz, rund 24.300 Euro modellierter Jahreswert aus einem einzigen Workshoptag.
Diese Zahl ist keine Garantie und keine Kundenzahl. Sie zeigt, warum die Bauphase der wertvollste Block ist. Ein Tag voller Folien hätte in derselben Rechnung null direkten Zeitwert erzeugt.
6. Warum Bauzeit der wichtigste Block ist
Der Unterschied zwischen einem folgenlosen und einem wirksamen Workshop entscheidet sich am Verhältnis von Zuhören zu Tun. Menschen behalten und übertragen, was sie selbst angewendet haben, weit besser als das, was sie nur gehört haben. Deshalb ist die Bauphase kein netter Zusatz, sondern der Kern. Ein Tool-Impuls von zwanzig Minuten reicht als Startrampe, danach lernt das Team am eigenen Fall.
Visualisierung, Zeitverteilung einer wirksamen Agenda (schematisch).
7. EU AI Act, was Artikel 4 verlangt
Seit dem 2. Februar 2025 verlangt Artikel 4 ausreichende KI-Kompetenz, rollen- und kontextbezogen. Eine Agenda mit echter Bauphase dokumentiert praktische Anwendung besser als ein reiner Vortragstag. Das ist ein Baustein, kein behördliches Zertifikat, und garantiert keine automatische Compliance. Die Angemessenheit des Gesamtprogramms beurteilt das Unternehmen selbst.
8. Was du jetzt tun solltest
Bau deine Agenda rückwärts von der Demo. Wähle einen kleinen echten Fall, schütze die Bauphase als größten Block und benenne am Ende einen Owner. Wenn du unsicher bist, wie klein der Fall sein muss, bespricht man das am schnellsten an einem konkreten Beispiel.
Verwandte Begriffe
KI-Workshop · KI-Innovationsworkshop · KI-Challenge-Canvas · KI-Hackathon
Lass uns deine Agenda auf ein echtes Ergebnis trimmen
Direkt buchen
Wir schneiden gemeinsam den Fall und verteilen die Zeitblöcke so, dass am Ende etwas läuft.
Discovery Call buchenErst mitlesen
Trag deine E-Mail ein und bekomme die Agenda-Vorlage plus Zeitblock-Rechner. Kein Spam, jederzeit abbestellbar.
Termin sichern